5 Dinge, die dich in deiner Ersti-Woche erwarten!

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Kurzgesagt:

Der Artikel beschreibt die Ersti-Woche als eine Mischung aus sozialem Event und exzessivem Kennenlernen, die weit über akademische Einführungen hinausgeht. Zentrale Elemente sind die Stadtrallye, bei der das Orientierungsvermögen oft dem Pegel weicht, und das obligatorische Flunkyballturnier. Auch fragwürdige Traditionen wie die Klamottenkette oder exzessive Kneipentouren gehören zum Standardprogramm der Fachschaften. Trotz des hohen Fokus auf Partys und Alkohol wird die Woche als eine der prägendsten Zeiten des Studiums hervorgehoben, in der die Basis für das soziale Netzwerk und die Motivation für den neuen Lebensabschnitt geschaffen wird.

Der Übergang von der Schule an die Hochschule ist für viele der emotionalste Moment ihrer jungen Erwachsenenphase. Während offizielle Stellen der Universitäten meist ein Bild von strukturierten Einführungsveranstaltungen, Bibliotheksführungen und akademischer Orientierung zeichnen, sieht die Realität auf dem Campus oft ganz anders aus. Die „Ersti-Woche“ ist ein moderner Ritus, der weniger im Hörsaal als vielmehr in den Kneipen, Parks und WG-Küchen der Stadt stattfindet. Es ist eine Zeit des kontrollierten Chaos, in der soziale Hemmschwellen fallen und das Fundament für jahrelange Freundschaften gelegt wird. Wir werfen einen Blick auf das, was dich zwischen Stadtrallye und Flunkyball wirklich erwartet.

Die Universitäten selbst nennen sie meist “Orientierungswoche für Studienanfänger”. Es gibt sie an eigentlich jeder Uni dieses Landes und verspricht im ursprünglichen Sinne eine Hilfe zur Eingewöhnung an der Uni für jeden Ersti. Informationsveranstaltungen, Bibliotheksführungen etc.: so in etwa stellen sich wohl die Dekane die Woche vor. Aber wer von uns hat seine Ersti-Woche schon so erlebt?! Hier die Dinge, die dich in deiner Ersti-Woche WIRKLICH erwarten!

1. Die Stadtrallye

Sie ist absolut obligatorisch! Zu einer jeden gelungenen Ersti-Woche gehört eine Stadtrallye, bei der man (leicht) angeschwipst durch seine Studentenstadt tingelt. Sonderlich viel zu deiner Ortskenntnis trägt die Rallye demnach nicht bei, denn bei den meisten Erstis ist das Orientierungsvermögen in angeheitertem Zustand sagen wir mal… eingeschränkt. Wenn deine Gruppe dann durch einen glücklichen Zufall oder mit Hilfe eines genervten Bahnfahrers doch die nächste Etappe der Rallye erreicht hat, wird das natürlich erstmal gebührend gefeiert und eine Runde Schnaps wird von der Fachschaft spendiert.

2. Das Flunkyballturnier

Zunächst einmal wird ein Streit über die korrekte Schreib- und Ausspracheweise dieses legendären Spiels entbrennen (Flunkiball oder Flunkyball?), allerdings nur kurz, denn dann wird sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben gewidmet: dem möglichst schnellen Exen von Bierflaschen! Mit Hilfe von Flunkyball lernt man nicht nur leicht neue Leute kennen, sondern betrinkt sich auch mit Sinn (es geht schließlich um den Wettkampf!) und macht sich mit dem Bier der Region vertraut. Außerdem wird Flunkyball so ziemlich immer dann gespielt, wenn man sonst grad eh nichts zu tun hat.

3. Die Klamottenkette

Mit immer mehr Promille fallen die Hemmungen – das wissen auch die teuflischen Fachschaftler. Und tüfteln jedes Jahr aufs Neue ein Spiel aus, bei dem sich die Erstis noch mehr zum Affen machen als sowieso schon, damit jeder was zu gucken hat – die Klamottenkette. Motivation zum Ablegen zahlreicher Kleidungsstücke: eine Flasche Schnaps als Preis! So findet man auf den Uniwiesen oder dem Campus der Universitäten dieses Landes nicht selten noch Anfang Oktober junge Menschen in Unterwäsche, die sich bibbernd über ihren Sieg freuen. Zur Ehrenrettung der Fachschaftler sei noch gesagt: sie entledigen sich oftmals der meisten Kleidungsstücke!

4. Die Kneipentour

Du bist neu in der Stadt und hast keine Ahnung wo du am besten dein Feierabendbier nach der Uni genießen kannst? Keine Sorge, deine Fachschaftler werden dich väterlich an die Hand nehmen und eine Kneipentour organisieren, bei der du gefühlt jede Bar der Stadt besuchen wirst, dort nur schnell ein Bier herunterstürzen kannst und dann direkt weiter zur nächsten musst. Das hat nicht selten zur Folge, dass du zu den letzten Kneipen oder nach Hause getragen werden musst. Später werden dir alle besuchten Kneipen absolut legendär (oder überhaupt nicht – Filmriss) in Erinnerung bleiben. Mach jetzt bloß nicht den Fehler und geh dort nochmal hin! In Wahrheit ist das ein entweder ein mega abgeranzter oder ein totaler Mainstreamschuppen, in dem es nie wieder so cool sein wird wie in deiner Ersti-Woche. Wahrscheinlich wirst du ja auch nie wieder so betrunken dort sein wie in deiner Ersti-Woche.

5. Die Zeit deines Lebens

Jaaa hört sich mega schmalzig an, ich weiß. Aber es ist die Wahrheit! Nie wieder wirst du dich so sehr auf ein Semester freuen wie auf dein erstes, nie wieder wirst du so schnell so viele Leute aus deinem Studium kennenlernen, nie wieder wirst du so voller Motivation zur Uni fahren. Mit der Ersti-Woche beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt für dich, inklusive neuer Aufgaben, neuer Umgebung und neuen Leuten. Die Freundschaften, die du jetzt schließt, werden dich womöglich dein ganzes Studium (und Leben?) begleiten und es wird sich dir kaum wieder so eine gute Möglichkeit bieten, dein neues Umfeld so gut kennenzulernen. Genieße deine Ersti-Woche. Und trainier vorher nochmal deine Flunkyball-Skills!

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Die Bedeutung der O-Phase für den Studienerfolg

Auch wenn der Spaßfaktor im Vordergrund steht, erfüllt die Orientierungsphase (O-Phase) einen wichtigen psychologischen Zweck: die Angstreduktion. Der Wechsel in ein völlig fremdes System mit neuen Leistungsanforderungen löst bei vielen Stress aus. Durch das gemeinsame Erleben von absurden Situationen und das Knüpfen von Kontakten entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit. Studien zeigen, dass Studierende, die sozial gut integriert sind, seltener ihr Studium abbrechen, da sie bei Problemen schneller auf ein Hilfswerk aus Kommilitonen zurückgreifen können.

Grenzen und Inklusion in der Ersti-Woche

In den letzten Jahren hat sich die Kultur der Ersti-Wochen gewandelt. Während früher oft ein gewisser Trinkzwang herrschte, legen viele Fachschaften heute Wert auf Inklusion. Es gibt zunehmend alkoholfreie Alternativen bei Stadtrallyes und Veranstaltungen, die auch introvertierten Menschen oder Studierenden aus anderen Kulturkreisen einen barrierefreien Einstieg ermöglichen. Das Ziel bleibt das gleiche: Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen, denn die in der ersten Woche geknüpften Bande sind oft die stabilsten im ganzen Studium.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Ersti-Woche ist der wilde, ungeschönte Startschuss in deine Freiheit. Auch wenn du dich am Ende der Woche vielleicht müde und von zu viel Pizza und Bier gezeichnet fühlst, wirst du diese Tage vermutlich nie vergessen. Es ist die Woche, in der aus Fremden Mitstreiter werden. Nimm die Angebote deiner Fachschaft wahr, auch wenn sie manchmal albern wirken, denn sie sind der schnellste Weg, um in deiner neuen Heimat Wurzeln zu schlagen. Das Studium wird noch früh genug ernst und trocken – gönn dir diesen chaotischen Anfang, er ist das Herzstück deiner studentischen Identität.

Nein! Auch wenn die Gruppendynamik stark sein kann, respektieren die meisten Fachschaften heute ein „Nein“. Es geht um das Kennenlernen, nicht um den Zwang.

Das ist kein Weltuntergang. Die wichtigsten Infos zu Stundenplänen und Prüfungsordnungen findest du meist online. Die sozialen Kontakte aus der Ersti-Woche sind oft schwerer nachzuholen.

Viele Unis bieten auch Spieleabende, Wanderungen oder „Ersti-Frühstücke“ an. Such dir die Formate raus, bei denen du dich wohlfühlst – du wirst sicher Gleichgesinnte finden.

Meistens nicht. Es sind oft Läden, die große Gruppen aufnehmen können. Im Laufe des Semesters wirst du deine eigenen „Stammkneipen“ entdecken, die meist gemütlicher sind.

Ein geladenes Handy (für neue Nummern und Google Maps), ausreichend Bargeld und ein gewisses Maß an Gelassenheit.

Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

Das jobmensa Redaktionsteam hält euch hinsichtlich den neuesten Themen rund ums Studium auf dem Laufenden. Von nützlichen Ratgeberartikeln, über Gastbeiträge eurer Kommiliton*innen bis hin Blogartikeln zu Trends im Bereich work, study und life.

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