Mit den richtigen Lernmethoden effektiv durchstarten: So geht's!

Inhaltsverzeichnis

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Kurzgesagt:

Der Artikel betont, dass erfolgreiches Studieren maßgeblich von der Wahl der richtigen Lernmethode abhängt. Bevor man startet, sollte man den eigenen Lerntyp und die ideale Lernatmosphäre (Ort, Zeit, soziale Konstellation) analysieren. Es werden vier zentrale Techniken vorgestellt: Das Gruppenlernen setzt auf gegenseitiges Erklären und Rollenverteilung. Die PQRST-Methode strukturiert den Lernprozess in fünf aktive Schritte vom Überblick bis zum Test. Die bildhafte Loci-Methode nutzt räumliche Assoziationen für komplexe Reihenfolgen, während die klassische Lernkartei durch systematische Wiederholung besonders für Faktenwissen geeignet ist. Neben der Methode bleiben Motivation, gesundes Zeitmanagement und Erholungsphasen die Grundpfeiler des Erfolgs.

Jedes Semester wiederholt sich das gleiche Schauspiel: Die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende zu und plötzlich rückt die Klausurenphase in bedrohliche Nähe. Was eben noch wie ein ferner Termin wirkte, wird nun zur Quelle von Prüfungsangst und schlaflosen Nächten. Doch hartes Arbeiten allein ist nicht die Lösung – auf das „Gewusst wie“ kommt es an. Wer effizient lernen will, muss kein Genie sein, sondern lediglich die passenden Werkzeuge beherrschen. Von antiken Gedächtnistechniken bis hin zu modernen psychologischen Strategien gibt es zahlreiche Wege, den Stoff nicht nur zu pauken, sondern ihn nachhaltig im Gedächtnis zu verankern.

Lernen, aber richtig!

Ach ja, das Unileben ist schon herrlich. Ja, wenn, wenn da nicht diese Klausuren wären, die spätestens am Semesterende immer auf sich warten lassen. Dann fragt man sich in vielen Fällen, was man eigentlich das ganze Semester lang gemacht hat. Oftmals drängt die Zeit, viele Studenten bekommen es mit Nervosität und Prüfungsangst zu tun und Versagensängste kommen auch noch dazu. Es hilft nur eins: Lernen! Und wie das am besten gelingt, erklären wir euch hier anhand verschiedenere Methoden.

Das solltest du über das Lernen wissen!

Wir lernen von Geburt an. Was in diesem frühen Stadium oftmals instinktiv abläuft, braucht später, wenn die zu erlernenden Dinge abstrakter und komplexer werden Hilfsmittel und Werkzeuge, um effizient Wissen oder Fähigkeiten anzusammeln. Eine ganze Wissenschaft beschäftigt sich damit, wie man Lernen lernt – die Hermeneutik. In der Hermeneutik, aber auch in der Lernpsychologie sowie in der Pädagogischen Psychologie werden Techniken für eine effektive Wissensaufnahme erarbeitet. Die richtige Lernmethode für sich zu finden, ist ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg im Studium. Um die richtige Lernmethode zu finden, solltest du aber vorher wissen, welcher Lerntyp du bist. Folgende Dinge solltest du überlegen:

  • Welches ist deine ideale Lernatmosphäre? Der eigene Schreibtisch oder z. B. die Bibliothek?

  • Wann lernst du am besten? Allein oder mit Kommilitonen?

  • Reicht es Dir Dinge „nur“ zu lesen oder hilft es dir rauszuschreiben, darüber zu sprechen, es vielleicht sogar Anderen zu erklären?

  • Lernst du generell schnell oder brauchst du Ruhe und hast dein eigenes Tempo?

  • Wie viel Zeit brauchst du überhaupt, um dich gut auf eine Prüfung vorzubereiten? Brauchst du den Druck von außen, wenn es kurz vor knapp ist oder lässt dich dieser Druck dann völlig erstarren und es geht gar nichts mehr?

  • Außerdem solltest du Dir überlegen, wie du auch vom Lernen wieder abschalten kannst und wo und wie du dir Ruhephasen schaffen kannst.

 

Finde die ideale Lernmethode für dich!

Das Gruppenlernen:

In der Gruppe lernt man ideal, wenn für alle Teilnehmer klar ist, was das Ziel ist. Am einfachsten ist es, gemeinsam an einem Problem zu arbeiten und zu versuchen, es gemeinschaftlich mit verschiedenen Rollenzuschreibungen zu lösen. Wenn es um die Vorbereitung einer Klausur geht, sollten auch hier die Rollen klar verteilt sein. Möglich wäre, dass jeder Teilnehmer einen Komplex der Thematik präsentiert und hier Experte ist und dazu Fragen beantworten kann. So entstehen Gespräche, über die Dinge vermittelt werden und sich einprägen können. Es werden verschiedene Lernkanäle angesprochen, denn man liest z. B. einen Inhalt nicht nur, sondern muss ihn auch erklären, begründen und verargumentieren können. Insofern bringt man das Gelernte auch gleich in die Anwendung. Das Lernen in Gruppen eignet sich dann, wenn alle Teilnehmer bereits den Grundstock des betreffenden Wissens haben und darauf weiter aufgebaut werden soll und es gefestigt werden soll.

Die P-Q-R-S-T Methode oder auch SQ3R-Methode

Diese Methode basiert auf einer Idee des Lernpsychologen Francis Robinson und besteht aus 5 Schritten, die sowohl dem effektiven Lesen, als auch dem effektiven Lernen dienen können:

PQRST = Previer + Question + Rread + Self recitation + Test. Preview bedeutet, dass du dir einen Überblick über den Stoff verschaffst. Du bereitest dir eine Wissensbasis auf und schon in diesem Schritt bleiben Informationen hängen. Im zweiten Schritt (Question) entwickelst du Fragen zum Stoff. Damit begibst du dich auf das Feld des Aktiven Lernens, das auf der Erkenntnis beruht, dass Dinge besser und schneller erinnert werden, wenn man aktiv nach Informationen sucht und weiß, was man kennt und was man noch wissen muss. Im dritten Schritt, dem Read, geht es dann darum, die Fragen anhand von Lektüre zu beantworten. Es gilt die wichtigen Fragen zu beantworten und unwichtige Dinge weniger stark zu beachten. Im vierten Schritt, der Self Recitation, werden dann die gelesenen Erkenntnisse wiederholt und einstudiert. Man sollte versuchen, möglichst viele Details und Zusammenhänge im Kopf zu erfassen und diese laut aussprechen. Die Hauptthemen und Hauptgedanken zu einem Gebiet werden so zusammengefasst und greifbar gemacht. Dieser Schritt dient der Wiederholung und Erweiterung bzw. Anwendung. Dann folgt der Test (5. Schritt). Hier gehst du noch mal die ursprünglichen Fragen aus Schritt 2 durch und guckst, was du möglichst aus dem Kopf wiedergeben und erklären kannst.

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Die Loci-Methode

Diese Methode beruht auf einem bildhaften Lernen und erleichtert mit etwas Übung die Aneignung von sehr umfangreichem Lernstoff. Der Lernenden wendet eine Assoziationstechnik an, die leicht zu erlernen ist und aufgrund ihrer Effektivität von praktisch allen Gedächtnissportlern verwendet wird. Die Loci-Methode ordnet Lerninhalte und „encodiert“ diese. Für jeden Begriff, wird ein Platz reserviert, der dann mit verschiedenen Inhalten befüllt werden kann. So werden Variablen geschaffen, die in einer fixen Struktur stehen und deren Abhandlung zwangsläufig in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen muss. Eine solche fixe Struktur kann z. B. ein bekannter Weg sein oder der Gang über den eignen Flur. An markanten Stellen, werden Begriffe hinterlegt, die dann durch mentales Abschreiten des Weges ins Gedächtnis kommen. Auf diese Weisen können besonders gut Reihenfolge einstudiert werden. Diese Technik geht wohl auf Simonides von Keos zurück, der 500 v. Chr. lebte. Er verließ frühzeitig eine Feier, die ein tragisches Ende fand, da das Haus einstürzte und alle Gäste starben. Simonides musste die Leichname identifizieren, die teilweise bis zur Unkenntlichkeit verletzt waren. Er konnte diese Aufgabe erfüllen, da er mental durch den Raum schritt und die entsprechenden Personen anhand von Bildern ab, die er zuvor mit ihrer Positionierung verknüpft hatte.

Die Lernkartei

Mit der Lernkartei kannst du sehr gut systematisch lernen. Sie beruht auf Sebastian Leitner, der die Kartei 1973 in seinem Schlüsselwerk Lernen lernen als Methodik präsentierte. Auf die Vorderseite der Karte schreibst du einen Begriff bzw. ein Stichwort, auf der Rückseite steht die Lösung. Nun versuchst du, den Begriff zu erklären und das Wissen dazu abzurufen. Wenn dies gelingt, kommt das Kärtchen ein Fach weiter. Gelingt es nicht, verbleibt es im ersten Fach. Das erste Fach wiederholst du sehr häufig und trainierst die Lösung immer wieder. Bei den Karten der anderen Fächer, machst du immer mal wieder die Kontrolle, ob du die Dinge noch weist. Die Wiederholung ermöglicht, dass sich das Gelernte sehr gut festsetzt und tief im Gedächtnis verankert wird. Am besten lernt man so natürlich Vokabeln, konkrete Daten oder Formeln. Sie eignet sich aber auch für das Lernen von Definitionen und Gliederungen.

Fazit

Wer richtig lernen lernt und sich die Zeit nimmt, die geeignete Methode für sich zu entdecken, der kann damit jede Menge Zeit sparen und wird letztendlich gute Noten einfahren. Zunächst sollte man entdecken, welcher Lerntyp man ist und welche Bedingungen einem liegen, um Infos aufzunehmen. Dann kann man sich überlegen, welche Methode einem liegt und wie man sie für sich anwenden kann, um das Lernziel zu erreichen.

Keine Methode dieser Welt ersetzt aber die richtige Motivation und Konzentration. Auch sollte man sich einen realistischen Zeitrahmen schaffen und nichts Unmögliches von sich uns seinem Gehirn verlangen. Ein gutes Zeitmanagement integriert auch Ruhephase in den Zeitplan, die absolut notwendig sind, um Erlerntes Sacken zu lassen und mal abzuschalten. Sport, Musik und eine gesunde Ernährung sind hier einige Schlüssel zum Erfolg. In diesem Sinne: frohes Lernen!

Die Hermeneutik ist die Wissenschaft vom Verstehen und Auslegen. Im Lernkontext hilft sie dabei, Techniken zu entwickeln, um komplexe und abstrakte Inhalte effizienter zu erfassen und zu interpretieren.

Gruppenlernen ist ideal, wenn alle Teilnehmer bereits über ein Basiswissen verfügen. Durch das gegenseitige Erklären und Diskutieren von Expertenrollen wird das Wissen vertieft und in die Anwendung gebracht.

Man verknüpft Lerninhalte mit markanten Punkten eines bekannten Weges (z. B. in der eigenen Wohnung). Beim mentalen Abschreiten dieses Weges werden die dort „abgelegten“ Informationen in der richtigen Reihenfolge abgerufen.

Diese Methode eignet sich hervorragend für „hartes“ Faktenwissen wie Vokabeln, mathematische Formeln, Daten oder juristische Definitionen, die durch ständige Wiederholung gefestigt werden müssen.

Das Gehirn benötigt Ruhephasen, um das neu aufgenommene Wissen zu verarbeiten und langfristig zu speichern. Ein gutes Zeitmanagement integriert Sport und Entspannung, um die Konzentrationsfähigkeit hochzuhalten.

Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

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