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Stress abbauen: nach erledigter Arbeit richtig entspannen
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jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt:
Der Artikel beleuchtet die stressige Realität der vorlesungsfreien Zeit für Studierende und erklärt Stress als physische Reaktion, bei der Hormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden. Während positiver Stress zu Höchstleistungen anspornen kann, führt chronischer negativer Stress zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck oder Burnout. Der Text stellt fest, dass gängige Methoden wie Fernsehen oft nicht effektiv zur Stressminderung beitragen. Stattdessen werden fundierte Tipps wie Achtsamkeit durch Meditation, ausreichend Schlaf, digitale Pausen und eine bewusste Ernährung empfohlen. Auch das Erlernen von Abgrenzung durch das Wort „Nein“ wird als essentielles Werkzeug für die mentale Gesundheit hervorgehoben.
- Aktive Erholung statt passivem Konsum: Effektiver Stressabbau gelingt weniger durch Fernsehen auf der Couch, sondern durch gezielte Bewegung, Meditation und soziale Interaktion.
- Ganzheitliche Selbstfürsorge: Ausreichend Schlaf (7–8 Stunden) und eine magnesiumreiche Ernährung sind die biologische Basis, um den Belastungen des Studiums standzuhalten.
- Grenzen setzen: Die Fähigkeit, „Nein“ zu Verpflichtungen zu sagen und digitale Erreichbarkeit einzuschränken, schützt die individuellen Kapazitäten vor Überlastung.
Ende Juli bis einschließlich September haben Studierende in Deutschland vorlesungsfreie Zeit. Manche können in den „Semesterferien“ tatsächlich faulenzen oder in den Urlaub fahren. Doch nicht jeder kann sich diesen Luxus leisten und haben stattdessen jede Menge Stress. Viele Studierende müssen in dieser Zeit Hausarbeiten und Projekte fertigstellen. Oder sie sitzen an ihrer Bachelor- oder Masterarbeit. Nicht selten haben Studierende auch einen Nebenjob und nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um Vollzeit zu arbeiten. Falls dir manchmal alles über den Kopf wächst und es dir schwer fällt abzuschalten und Stresssymptome abzubauen, haben wir hier ein paar Infos und Entspannungstipps für dich!
Was bedeutet eigentlich Stress?
Stress ist eine körperliche Reaktion und ermöglicht uns mit psychischen und physischen Anstrengungen umzugehen. Wenn uns eine Situation oder eine Person „stresst“, schütten wir vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Cortisol aus.
Was kann ich gegen Stress tun?
Klar ist, man kann ihn nicht komplett vermeiden. Doch man kann lernen, richtig mit ihm umzugehen und Praktiken für sich zu finden, die einem helfen zu entspannen.
Statista veröffentlichte im Januar 2019 eine Umfrage, in der rund 1.000 Menschen gefragt wurden, welche Maßnahmen sie ergreifen, um Stress abzubauen. Von den Befragten gaben 49 % an, dass sie am liebsten entspannen/faulenzen und fernsehen, um sich von stressigen Phasen zu erholen. Diese Sachen machen Spaß, aber effektiv Stress mindern tun sie nicht. Gerade einmal 27 % treiben Sport und nur 9 % meditieren oder betreiben Yoga.
Hier ein paar Tipps und Anregungen zum Entspannen:
#Akzeptieren
Wie oben schon erwähnt, kommen wir um Stress nicht herum. Es kann jedoch helfen, manchmal einfach anzunehmen, dass eine Situation nicht wie geplant verläuft und wir ein Ziel nicht erreicht haben. Diesen Gedanken im Kopf zu verankern, ist schon mal ein wichtiger Schritt.
#Meditation
Kurz gesagt bedeutet dieser Begriff: einfach mal nichts tun! Doch Nichtstun ist nicht immer leicht. Durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen soll das Innere zur Ruhe kommen. Wenn man diese Methode anwendet, fällt es einem auf Dauer leichter abzuschalten und durchzuatmen. Atmen wir bewusst, bekommt das Gehirn den Auftrag, dass es sich entspannen kann. Apps wie Headspace oder Calm leiten dich durch diesen Prozess. Du lernst besser mit deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen und das wiederum hilft dir, mit stressigen Situationen produktiver umzugehen. Meditation ist also genau das Richtige um nach der Arbeit oder nach der Uni zu Entspannen!
#Sei keine Couchpotato
Genieß deine Freizeit bewusst und lass dein Sofa einfach mal links liegen! Gerade nach Feierabend, einer langen Lern-Session oder am Wochenende hast du Zeit für Unternehmungen. Triff dich mit Freund*innen, der Familie oder mach einen schönen Ausflug! Das sorgt dafür, dass du trotz Stress ausgeglichen bleibst.
#Ernährung
„Du bist, was du isst“ – schon mal gehört? Nur leider absolut wahr. Burger, Pizza, Schokolade und Co. sind zwar super lecker, aber auf die Dauer ist zu viel Zucker und Fett nicht gut für unseren Körper. Fast Food macht müde und liefert dir nicht die Energie, die du brauchst. Lieber öfter zu Obst und Gemüse greifen! Ein besonderer Wachmacher und eine tolle Alternative ist zum Beispiel die Banane, da sie Magnesium und Folsäure enthält. Und möchtest du doch mal Schokolade essen, dann greif lieber zur dunklen Schokolade. Sie macht wach, weil sie auf 100 Gramm 50-70 Milligramm Koffein enthält (fast so viel wie ein Espresso). Auch ist bewiesen, dass sie glücklich macht. Sie enthält den Pflanzenstoff Theobromin und Bausteine des Glückshormons Serotonin.
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#Geh mal offline
Nimm dir mal ne digitale Pause! Einfach mal nicht auf jede WhatsApp-Nachricht antworten und den Instagram-Feed mal beiseite lassen. Du musst weder für die Arbeit noch für deine Familie und Freund*innen 24 Stunden am Tag erreichbar sein. Um produktiv zu sein und mal richtig zu entspannen, kann Offline-Gehen wahre Wunder bewirken.
#Bewegung
Ausreichend Bewegung hilft deinem Körper zu entspannen und Stress vorzubeugen. Wusstest du, dass der Körper während des Sports Glückshormone freisetzt? Deswegen solltest du dir auf jeden Fall eine sportliche Betätigung suchen, die dir Spaß macht – damit du dich nicht immer überwinden musst. Und wenn dir mal nicht nach Sport ist, kannst du einfach mal ne Runde spazieren gehen oder ein kleines Workout zu Hause machen. Da rentiert es sich auch wieder, online zu gehen und sich bei YouTube ein passendes Video auszusuchen. 😉
#NEIN sagen
Schon mal erleichtert gewesen, wenn eine Verabredung kurz vorher abgesagt wurde? Das ist ein klares Zeichen, dass du dir zu viele Verpflichtungen zumutest. Allgemein solltest du dich nicht dafür schämen, einfach mal Nein zu sagen. Es handelt sich hier nur um den Gegenpol zu Ja – und sollte genauso selbstverständlich verwendet werden. Denn wir Menschen haben nur einen gewissen Anteil an Kapazitäten und sollten keine Probleme damit haben, einfach mal “Nein, ich möchte nicht” zu sagen.
#Schlaf
Na, mal wieder die Nacht durchgelernt und nur drei Stunden geschlafen? Der absolut falsche Weg! Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, einen gewissen Rhythmus zu haben. Man sollte seinen Biorhythmus nicht quälen und ihm Ruhe- und Schlafphasen gönnen (sieben bis acht Stunden Schlaf sind optimal). Der Körper und der Geist regenerieren sich im Schlaf und du bist bereit für neue Aufgaben!
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Fazit
Stress im Studium ist kein notwendiges Übel, das man schweigend ertragen muss, sondern eine Herausforderung, die aktives Handeln erfordert. Wer lernt, die Akzeptanz von Unvorhergesehenem mit Disziplin bei der Selbstfürsorge zu kombinieren, wird die vorlesungsfreie Zeit nicht nur produktiver, sondern auch gesünder überstehen. Letztlich ist die wichtigste Lektion: Die eigene Leistungsfähigkeit ist untrennbar mit der Qualität der Erholung verbunden. Ein bewusster Umgang mit Ernährung, Schlaf und der eigenen Erreichbarkeit ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung für langfristigen akademischen Erfolg.
1. Ist jeder Stress schädlich für mich?
Nein, es gibt auch positiven Stress (Eustress), der uns zu Höchstleistungen antreibt und Glückshormone freisetzt. Schädlich ist vor allem der chronische Disstress, bei dem die Regenerationsphasen fehlen.
2. Hilft Fernsehen wirklich nicht beim Entspannen?
Obwohl viele Menschen das Sofa-Programm zum Abschalten nutzen, ist es oft nur eine Ablenkung. Effektivere Methoden, die das Nervensystem beruhigen, sind Meditation, Yoga oder ein Spaziergang im Grünen.
3. Warum ist Schlaf in der Klausurenphase so wichtig?
Während des Schlafs regenerieren sich Körper und Geist. Wer die Nacht durchlernt, beeinträchtigt seine kognitive Leistungsfähigkeit und Merkfähigkeit massiv. Optimal sind sieben bis acht Stunden.
4. Kann dunkle Schokolade wirklich beim Lernen helfen?
Ja, in Maßen. Dunkle Schokolade enthält Koffein für die Wachheit sowie Theobromin und Vorstufen von Serotonin, die die Stimmung heben können.
5. Wie fange ich mit Meditation an, wenn ich keine Geduld habe?
Apps wie Headspace oder Calm bieten geführte Einstiege. Es geht nicht darum, sofort „leer“ im Kopf zu sein, sondern durch bewusste Atmung dem Gehirn Entspannungssignale zu senden.
jobmensa Redaktion
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